Wir hatten am Samstag ein Familientreffen.
Ich ahnte nicht, was auf mich zukommen würde. Nein, nicht in Bezug auf das Familientreffen. Das war prima. All die Leute wieder zu sehen, teilweise nach etlichen Jahren.
Ich hatte meinen Spaß mit meinen Brüdern, Cousins, Nichten und Neffen... und und und.
Aber zurück zum Eigentlichen - der Bahnfahrt.
Bereits auf dem Hinweg hatte ich ordentlich Verspätung, aufgrund erhöhten Fahrgastaufkommens. Aber - Gott sei Dank - warteten alle Anschlusszüge.
Ich musste ja schon des Öfteren im Flur zwischen den Türen auf dem Boden sitzen, weil einfach kein Platz war. Aber dieses Mal war ich echt erstaunt. Es war wirklich SO eng, dass niemand mehr sitzen konnte. Alle standen dicht an dicht. Nicht nur zwischen den Türen, auch in den Gängen mitten im Abteil.
Es war nichts zu machen.
Es quetschten sich an jeder Haltestelle noch IRGENDWIE immer wieder welche mit rein. Nagut, manchmal stiegen auch welche aus.
Aber komme ich mal zur interessanteren Rückfahrt.
Geplant war: Abfahrt um 16:30 Uhr zu Hause. Ankunft 23:45 Uhr in Marburg Süd.
Abfahrt klappte prima. Aber nun wollten all die Leute, die am Freitag nach Mecklenburg wollten, auch wieder zurück. So also das gleiche Spektakel in grün.
Mit dem Unterschied, dass die Anschlusszüge nicht warteten. Zumindest nicht meine.
Und so kam es, dass ich mit einer halben Stunde Verspätung in Hamburg ankam und mir die nette Frau am Service Point mitteilte, dass ich heute (Sonntag) nur noch bis Kassel komme. Ich solle mich doch an den Zugbegleiter im nächsten Zug wenden, der würde mir entweder ein Hotel oder ein Taxi besorgen.
Gesagt, getan.
Dieser war allerdings ein bisschen verpeilt. So wurde also wild herum telefoniert und ich wurde ein paar Mal per Durchsage aufgerufen ("Werte Reisende, hier eine Fahrgastinformation: Frau Frank bitte beim Zugpersonal melden. Ich wieder hole: ...").
Nach langem Hin und Her stand fest, dass ich mich in Kassel beim Service Point melden solle (der eigentlich schon halb 11 schließt. Für mich würde allerdings noch extra jemand da sein, der mir den Taxigutschein gibt).
Also begab ich mich auch dort hin (nachdem ich die Zugfahrt noch mit nem netten Mitfahrer genießen durfte, der heute Morgen hoffentlich pünktlich um halb 8 in der Schweiz ankam, um pünktlich um 8 im Anzug und natürlich top fit in der Bank auf der Matte zu stehen, um die Kunden zu bedienen) und wurde von 2 Securitys und einem Mann in "Zivil" begrüßt, die sich um mein Problem kümmerten.
Das Taxi kam und brachte mich dann auch heil nach Marburg, wo ich dann kurz nach halb 2 auch müde in mein Bett fiel.
Trotz der ganzen Umstände bin ich doch echt dankbar, dass die DB sich so sehr ins Zeug legte, um mich noch nach Hause zu bringen, natürlich auf deren Kosten!
































